Fotos: G. Endres
Von unserem LBV – Mitarbeiter Gosbert Endres
Zusammen mit einem naturinteressierten Kind aus der Nachbarschaft legte ich vor Jahren mehrere kleine Haufen aus Mauersand (ungewaschener Sand) und Steinen in
meiner kleinen Streuobstwiese an. Ziel unseres Naturexperimentes war es, wärmeliebenden Amphibien wie Zauneidechsen und Blindschleichen geeignete Verstecke und
sogar Möglichkeiten zur Eiablage zu bieten.
Und – man kann sagen: Es war ein voller Erfolg!
Neben den „Inseln“ aus ungewaschenem Mauersand genügen oft schon stärkere Steinplatten mit mindestens 6 cm Dicke, die man – wie in unserem Fall – am Rand einer Obstwiese oder auch im Magerrasen auslegen kann. Dünnere Steinplatten hingegen heizen sich so stark auf, dass mögliche Gelege darunter verbrennen können. Mit Lesestein- und Knüppelholzhaufen kann man seine Grundstücke zu naturschutzfachlich wertvollen Biotopen weiterentwickeln. Ein Bedecken der Sonnenplätze mit dornigen Sträuchern schließlich bietet den wärmeliebenden Amphibien einen guten Schutz gegen Raubvögel.
Nach 2 Wochen bilden sich unter den Steinen oft erst Ameisenquartiere, aber in der Folgezeit kann man tolle Überraschungen erleben:
So entdeckten wir unter unseren Steinen schon etliche Eidechsen, einige Blindschleichen und sogar eine stattliche Ringelnatter!
Solche reich gegliederten Flächen mit guten Versteckmöglichkeiten, oft in der Nähe von angrenzendem Bewuchs, werden aber auch gerne als Orte für die Eiablage bevorzugt. So konnten wir bisher
schon einige Eidechsengelege mit 4 – 15 Eiern ausmachen.
Welch faszinierende und wertvolle Naturbeobachtungen – sowohl für unsere Kinder als auch für uns Erwachsene!
Ich hoffe, unser Erfahrungsbericht konnte Ihnen einige Anregungen für die Weiterentwicklung Ihres naturnahen Gartens oder ihrer Wiesen- und Obstgrundstücke geben. Die oben beschriebenen Maßnahmen machen jetzt im April durchaus Sinn, für das laufende Jahr und für die kommenden Jahre.
Naturschutz beginnt vor unserer Haustüre, und wir können auch mit einfachen Mitteln etwas für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Heimat tun!
Viel Spaß beim Nachbauen!
Fotos: Elrich
Im Winter am Fenster stehen und das quirlige Treiben der Gartenvögel am Futterhäuschen beobachten, es macht einfach Freude!
Und nicht nur uns: Auch für unsere
gefiederten Freunde ist die Winterfütterung in den heimischen Gärten eine wertvolle Bereicherung, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Was wir jedoch nicht vergessen sollten: Vögel brauchen Wasser, auch im Winter!
Wie alle Lebewesen benötigen auch Vögel Wasser zum Trinken, und zwar das ganze Jahr hindurch. Wussten Sie, dass besonders kleinere Vögel zwei Mal am Tag trinken müssen? Und - Vögel brauchen Wasser zum Baden! Das Gefieder muss ständig gereinigt und in Ordnung gehalten werden, um Schmutz zu entfernen und so vor Parasitenbefall zu schützen.
Da natürliche Wasserquellen im Winter nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, auch in dieser Jahreszeit Vogeltränken aufzustellen und so unsere Futterplätze im Garten durch Angebote von sauberem Wasser zu ergänzen.
Was gilt es beim Aufstellen von Vogeltränken im Winter zu beachten?
Viel Freude beim Beobachten unserer gefiederten Gäste im Garten, an der Futterstelle und an der Vogeltränke, wünscht Ihnen Ihre LBV–Kreisgruppe Main–Spessart!
Wer sich ausgiebiger mit dem Thema "Vögel füttern" beschäftigen möchte, dem können wir die Ratgeber-Seite der LBV-Landesgeschäftsstelle unter diesem Link sehr empfehlen. Und wer keinen Garten oder Balkon hat, um Vögel am Futterhaus zu beobachten, oder mal eine Abwechslung im Büro-Alltag sucht, findet hier die LBV-Futterhaus-Webcam aus Hilpoltstein. Viel Freude dabei!