Der Zitronenfalter – Bote des Frühlings
Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist einer der ersten überwinterten Tagfalter, die im März als Frühlingsbote über die noch kahle und winterliche Flur flattern. Nach langer Winterstarre besucht er erste Blüten von Küchenschelle, Veilchen, Taubnessel und Schlüsselblume, um energiereichen Nektar zu saugen.
Sein Name rührt von den zitronengelben Flügeln des Männchens her; das Weibchen dagegen ist grünlichweiß gefärbt. Der allgemein bekannte Falter gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae).
Die Weibchen des Zitronenfalters legen ihre Eier an Faulbaum ab. Die ausschlüpfenden Raupen fressen an den Faulbaumblättern und sind aufgrund ihrer grünen Tarnfarbe für einen Fressfeind nur schwer zu entdecken. Nach ihrer Verwandlung während der Puppenruhe zum Schmetterling (Metamorphose) fliegen die Falter den Sommer über bis in den Herbst hinein, um sich dann im Oktober im Welklaub, unter Baumrinde, in einem Holzstoß oder einem anderen geschützten Ort zu verkriechen und die Wintermonate in einer Kältestarre zu verbringen.
Text und Bild: Walter Malkmus