Ein Herz für Natur - Mit vollem Einsatz für die LBV Kreisgruppe Main-Spessart

Interview mit Gregor Schmidt, 43 Jahre, wohnhaft in Lohr-Sendelbach, tätig als Feuerwehrmann

Motiviert, engagiert, kreativ – wer mit Gregor über Naturschutz spricht, merkt schnell: Hier ist jemand mit Leidenschaft und klarer Haltung unterwegs. Im Interview spricht er über seine Lieblingsvögel, spannende Beobachtungen in der Natur und darüber, warum Umweltbildung für ihn eine Herzensangelegenheit ist.

LBV: Du engagierst dich seit 2023 im LBV – wie kam das?

Gregor: Tatsächlich nicht über die Vögel – wie man vielleicht denken würde –, sondern durch das Projekt „Vogelfreundlicher Garten“. Das Thema hat mich sofort angesprochen. Seitdem bin ich als Bewerter für naturnahe Gärten im Landkreis unterwegs und stehe auch als regionaler Ansprechpartner für das Projekt zur Verfügung.

LBV: Welche Aufgaben übernimmst du in der Kreisgruppe darüber hinaus?

Gregor: Ich betreue unseren digitalen Auftritt, organisiere Veranstaltungen, bin weiterhin im Projekt „Vogelfreundlicher Garten“ aktiv und leite eine NAJU-Kindergruppe. Außerdem bin ich im Schulprojekt LISA als Umweltbildner an drei Grundschulen im Landkreis unterwegs. Die Aufgaben sind vielfältig – das macht's spannend.

 

LBV: Was motiviert dich, dich im LBV zu engagieren?

Gregor: Ich will einen Beitrag leisten, unsere heimische Natur zu schützen – direkt hier vor Ort. Besonders wichtig ist mir dabei die Umweltbildung. Zu sehen, wie Kinder und Erwachsene anfangen, ihre Umgebung mit anderen Augen zu sehen, motiviert mich immer wieder aufs Neue. Naturschutz, der Sinn macht – und Freude.

 

LBV: Hast du einen Lieblingsvogel?

Gregor: Ja, den Fischadler.

 

LBV: Wo gehst du in der Region am liebsten Vögel beobachten?

Gregor: Die größte Artenvielfalt finde ich an den Garstädter Seen im Landkreis Schweinfurt. Aber auch hier in der Umgebung von Lohr gibt es viele spannende Beobachtungsorte, vor allem in den Naturschutzgebieten am Romberg in Sendelbach, in Wiesenfeld am Mäusberg oder am Saupurzel bei Karlstadt. Und entlang des Mains gibt es eigentlich immer was zu entdecken.

 

LBV: Was war deine bislang spannendste Sichtung?

Gregor: Für mich sind alle Sichtungen spannend, vor allem wenn ich sie sicher bestimmen kann. Im Januar habe ich z.B. fünf Reiherenten im Oberwasser der Schleuse Steinbach entdeckt – für mich war das etwas Besonderes.

 

LBV: Was wünschst du dir für die Zukunft der Kreisgruppe?

Gregor: Von Gesellschaft und Politik wünsche ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Denn wir sind auf funktionierende Ökosysteme angewiesen. Für unsere Kreisgruppe wünsche ich mir neue Mitstreiter – junge, ältere, ganz egal – Menschen, die Lust haben, sich aktiv vor Ort einzubringen. Unser Engagement gilt nicht nur den Vögeln, sondern auch ihren Lebensräumen. Das zeigt auch die neue Ausrichtung im Namen des LBV: vom „Landesbund für Vogelschutz“ hin zum „Landesbund für Vogel- und Naturschutz“. Man muss also kein klassischer Birder sein, um bei uns mitzumachen – jede und jeder ist willkommen. Und ich hätte tatsächlich ein paar interessante Aufgaben zu vergeben – denn neue Ideen und Projekte stehen schon in den Startlöchern.

 

LBV: Gregor, vielen Dank für das Gespräch – und dein Engagement!

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