Am 17. Mai und am 20. Juni konnte man auf der LBV-Fläche in Himmelstadt wieder eine kleine Studentengruppe mit Keschern, Ferngläsern und Bestimmungsbüchern beobachten. Wie im Vorjahr kartierten sie unterschiedliche Artgruppen, um einen Überblick über die Vielfalt der Blüh- und Streuobstwiese zu erhalten.
Bei den Vögeln zeigten sich einige Parallelen. Wie im Vorjahr sangen zwei Sumpfrohrsänger aus der Blühwiese und auch Buntspecht, Mönchsgrasmücke und Dorngrasmücke brüten erneut auf der Fläche.
Zum ersten Mal konnte auch ein Wespenbussard im Überflug beobachtet werden. Sorgen bereitete hingegen das Fehlen des Feldschwirls, dessen zirpender Gesang im
Vorjahr nicht zu überhören war. Allerdings hängte die Gruppe auch Horchboxen, kleine Aufnahmegeräte für Vogelstimmen, auf. Davon lief eine tagsüber und eine nachts. Die
Auswertung der Aufnahmen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, könnte aber weitere interessante Ergebnisse hervorbringen.
Auch bei den Tagfaltern konnten einige Arten erneut aufgefunden werden. Besonders hervor stachen ein Zitronenfalter, Grünader- und
Kleiner Kohlweißling, der wunderschöne Kleine Perlmuttfalter sowie ein Magerrasen-Permuttfalter. Mit dem Argus-Bläuling und dem Kurzschwänzigen Bläuling
entdeckten die Studentinnen und Studenten darüber hinaus zwei neue Arten.
Anders als im Vorjahr nahm die Gruppe neben den Tagfaltern auch weitere Insekten in den Fokus. Der Kleine Weinschwärmer, ein Nachtfalter, bekam durch seine
auffällige rote und gelbe Färbung viel Aufmerksamkeit, und auch die Keusche Kuckuckshummel, die Langhornbiene und die Gemeine
Großpunkt-Skorpionsfliege sorgten für den ein oder anderen Freudenschrei.
Bei den Gehäuseschnecken kam neben der aus dem Vorjahr bekannten Gartenbänderschnecke die Rötliche Glanzschnecke als weitere Art hinzu. Auch zwei weibliche
Zauneidechsen konnten kartiert werden. Um die Schnecken und mit etwas Glück auch weitere Reptilien besser erfassen zu können, legten die Studierenden nasse Hölzer aus, die bei
der nächsten Begehung kontrolliert werden.
Insgesamt kamen die Studierenden bei ihrem Monitoring auf der LBV-Fläche direkt und auf deren Umgriff bereits auf 32 Vogel-, zehn Tagfalter-, 23 weitere Insekten- und zwei Schneckenarten. Für uns als Kreisgruppe ein erfreulicher Beleg dafür, dass die Natur die Grundstücke, die wir ihr anbieten, sehr schnell wieder mit faszinierender Artenvielfalt erfüllt. Unser besonderer Dank gilt jedoch der LBV – Hochschulgruppe der Uni Würzburg für ihren Einsatz beim gewissenhaften Kartieren unserer Flächen.
Weitere Informationen zu unserem LBV-Blühwiesen-Projekt gibt es hier.
© Alle Fotos HSG Würzburg