Wasser ist für alle da!

In vergangenen Ausgaben haben wir schon einmal darüber berichtet, wie wichtig es ist, Wasser nicht nur für Vögel,

sondern auch für Insekten anzubieten.

 

Die Möglichkeiten dies umzusetzen sind schier endlos. Von klassischen Vogeltränken, selbst gebauten Kunstwerken aus Beton oder zweckentfremdeten Haushaltsgegenständen - alles ist möglich und muss nur Ihrem Geschmack entsprechen. Den Tieren ist es vermutlich einerlei, in welchem Gefäß ihnen das lebensnotwendige Wasser gereicht wird. Wichtig ist es nur, die Wasserstelle so gut es geht sauber zu halten, das Wasser regelmäßig zu wechseln und eine Ausstiegshilfe, vor allem für Insekten, anzubieten. Vor allem, wenn größere Wasserstellen oder gar ein Teich Ihren Garten zieren, ist diese Ausstiegshilfe wichtig. Gerade nächtliche Besucher wie Igel haben so die Möglichkeit, das Wasser wieder zu verlassen, wenn sie doch mal reinfallen.

 

Falls Sie noch keine Wasserstelle in Ihrem Garten haben, ein Teich zu teuer oder zu groß ist und es mehr als nur eine kleine Vogeltränke sein soll, möchten wir hier eine weitere Möglichkeit vorstellen, einen kleinen, aber vielfältigen Lebensraum zu schaffen.

Unser ebenso strukturreiches wie kreatives “Naturmodul” besteht aus einer ausrangierten Badewanne, alten Holz- und Wurzelstücken, Steinen und einer ortstypischen Bepflanzung. Zu einem Drittel gefüllt mit Sandstein-Kieseln, wurden weitere größere Steine als Landeplatz eingesetzt und eine Sumpfschwertlilie aus dem Fachhandel gepflanzt. Im Umgriff wurden Totholz und mittelgroße Sandsteine locker aufgeschichtet um Strukturen und Verstecke für Eidechsen, Insekten oder andere wirbellose Tiere anzubieten. Schon vorhanden war die Sandfläche im Vordergrund, ein nicht mehr genutzter Sandspielplatz, eingefasst mit großen Steinen. Diese Fläche eignet sich sehr gut für viele unserer heimischen Wildbienen, die im Boden ihre Brutplätze anlegen. Die Bepflanzung im rechten Bereich ist hierbei nicht gezielt angepflanzt worden, sondern von selbst aufgegangen. Verschiedene Taubnesseln gesellen sich hier z.B. zu selbst ausgesäter Kugeldistel aus dem Nachbar-Beet.
Die Wasserstelle steht vollsonnig, bietet durch die Dreidimensionalität aber immer genügend schattige Stellen.

 

Wir sind gespannt, wie sich unser kreatives “Naturmodul” in Zukunft entwickeln wird, denn ein Grundsatz im Naturgarten besagt, dass Veränderung und Wandel zugelassen werden.

 

©Fotos. Gregor Schmidt